2026

24
Aug

Prof. Dr. Dirk Oschmann thematisiert in diesem Vortrag Vorstellungen des Deutschen und des Französischen in vergleichender Perspektive, aber auch postrevolutionäre Be- und Entschleunigungs-Diskurse – gewissermaßen auf den Spuren von „Goethes Entdeckung der Langsamkeit“ (so Manfred Osten im gleichnamigen Buch von 2013). Zu Wort kommen auch Friedrich Schiller, Wilhelm von Humboldt und Christian Gottfried Körner. Letztlich schlägt der Vortrag eine Brücke zu den Geschwindigkeits-, Bewegungs- und Dynamisierungs-Obsessionen unserer Gegenwart.
Zum Referenten:
Dirk Oschmann ist an der Universität Leipzig Professor für Neuere deutsche Literatur mit einem Schwerpunkt im 17./18. Jahrhundert. Er publizierte u. a. zu Lessing, Schiller, Kleist und Kafka. Sein Buch „Der Osten: eine westdeutsche Erfindung“ (2023) stand mehrere Monate auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste.
Veranstalter: Goethe-Gesellschaft Dresden und Schiller & Körner in Dresden e. V.
Termin: Mittwoch, 16. September, 18.00 Uhr
Ort: Stadtbezirksamt Loschwitz, Grundstraße 3, 01326 Dresden
Eintritt frei, Spenden erwünscht

22
Mai

Zum Vortrag:
2024 gelang dem Weimarer Archiv ein spektakulärer Ankauf. Über das Auktionshaus Stargardt in Berlin wurden Briefe von Friedrich Schiller und Christian Gottfried Körner zum Kauf angeboten. Mit Unterstützung der Freundesgesellschaft des Goethe- und Schiller-Archivs konnte die Klassik Stiftung Weimar sieben Briefe von Schiller und fünf Briefe von Körner aus dem Zeitraum von Juli 1787 bis August 1797 erwerben. Die kostbaren Originalhandschriften bereichern den Nachlass Friedrich Schillers, der zu den Kernbeständen des Weimarer Archivs gehört. Frau Dr. Silke Henke wird diesen Nachlass und besonders die neuerworbenen Briefe in ihrem Vortrag in Wort und Bild vorstellen.

Zur Referentin:
Silke Henke studierte deutsche Sprache und Literaturwissenschaft an der Universität Jena. Seit 1994 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Goethe- und Schiller-Archiv und seit 2008 Leiterin der Abteilung Medienbearbeitung und -nutzung. Ihre Forschungsschwerpunkte sind klassische deutsche Literatur, Editionsphilologie und Archivwissenschaft. Sie ist Mitherausgeberin der 2018 erschienenen historisch-kritischen Edition von Goethes „Faust“. Seit Ende 2024 ist sie im Ruhestand.

Ort: Stadtbezirksamt Loschwitz, Grundstraße 3, 01326 Dresden
Termin: Donnerstag, 28. Mai 2026, 18 Uhr
Eintritt frei, Spenden erwünscht

 

20
Apr

Sicher kennen Sie das Bräustübel am Körnerplatz. Aber waren Sie auch schon einmal in dem Kultur-Wohnzimmer, das dort im Obergeschoss seit 2025 einen kleinen, aber feinen Rahmen für künstlerische Veranstaltungen bietet? Dorthin lädt am Freitag, dem 24. April 2026, um 18.30 Uhr der Schiller & Körner in Dresden e.V. zu einem offenen Dichterabend zum Thema Balladen ein.
Der Balladenwettstreit zwischen Goethe und Schiller im Jahre 1797 ist für die Mitglieder des Vereins der Anlass, bekannte und weniger bekannte Werke vorzustellen und sich in gemütlicher Runde darüber auszutauschen. Die Besucher sind ausdrücklich eingeladen, selbst eine Ballade mitzubringen und vorzutragen. Aber auch für den, der nur zuhören will, verspricht der Abend Vergnügen. Gehören Schillers Balladen doch zu den Werken, die ihn berühmter als alle anderen gemacht haben. Es wird sicherlich eine Wiederbegegnung mit dem „Handschuh“ oder der „Bürgschaft“ geben, aber auch heute unbekanntere Gedichte werden zu hören sein. Und natürlich dürfen Goethes Balladen nicht fehlen, der mit Schiller in diesem Genre wetteiferte. Dafür werden allein schon die Mitglieder der Goethe-Gesellschaft Dresden sorgen. Auch wenn Sie Balladen aus früherer oder späterer Zeit mehr lieben, können Sie sich gern beteiligen. Denn die deutsche Balladentradition reicht von Bürger über Fontane bis zu Brecht und in die Gegenwart.
Wer nicht nur Hunger auf Literatur hat, für den stehen neben Hausgebrautem auch deftige Speisen im Bräustübel auf der Karte.

Termin: Freitag, 24. April 2026, um 18.30 Uhr
Die Gaststätte öffnet bereits ab 18.00 Uhr.
Ort: Bräustübel, Körnerplatz 3, 01326 Dresden
Eintritt frei, Spenden erwünscht

 

20
Mär

Welche Vorstellung haben Sie von Schiller? Ist er für Sie als Autor der 1781 verfassten „Räuber“ der jugendliche Stürmer und Dränger oder der klassische Dichter in Denkerpose, wie ihn Anton Graff 1786 gemalt hat, oder der 1802 Geadelte in Hoftracht, als den ihn ein anonymer Scherenschnitt zeigt? Obwohl es nicht sehr viele Schillerbildnisse gibt, sind Schillerlocken und Schillerkragen fast schon sprichwörtliche Wendungen. Als ikonisch gelten die Nase von Schiller und seine denkende Stirn. Dies prägt unser Schillerbild bis heute.
Dr. Franziska Jenrich-Tran, Leiterin des Leipziger Schillerhauses, und Christian Hofmann, Leiter des Schillerhauses in Rudolstadt, erläutern in ihrem Vortrag „Ein Bild von einem Mann – Schillerporträts in der Kunst“ am 26. März 2026 um 18 Uhr im Stadtbezirksamt Loschwitz anhand von zahlreichen Abbildungen, wie es dazu kam. Gezeigt werden neben bekannten Schillerdarstellungen auch weniger bekannte. Ergänzt wird der Vortrag mit kunsthistorischen Erklärungen und Deutungen zum Schillerbild.
Ab Ostern können Sie sich dann im Schillerhäuschen selbst ein Bild des Dichters in seinen Dresdner Jahren (1785-1787) machen – dank der Ehrenamtlichen, die in bewährter Weise wieder für die Öffnung des Museums an Wochenenden und Feiertagen bis Oktober sorgen.
Dieser Vortrag ist die erste Veranstaltung des Schiller & Körner in Dresden e.V. im Jahr 2026, der neben weiteren Vorträgen auch Lesungen, Lyrik- und Theaterabende, Gartenfeste und Spaziergänge auf Schillers Spuren folgen werden (siehe Jahresprogramm).
Vortrag:
26. März 2026, 18 Uhr, Stadtbezirksamt Loschwitz, Grundstr. 3, 01326 Dresden
Eintritt frei, Spenden erwünscht
Schillerhäuschen:
Schillerstr.19, 01326 Dresden; ab 3.4.26 geöffnet: Sa, So, an Feiertagen 10-17 Uhr

Weitere Informationen zu Verein und Programm: www.schillerhaeuschen-dresden.de

 

07
Jan

Welche Vorstellung haben Sie von Schiller? Ist er für Sie als Autor der 1781 verfassten „Räuber“ der jugendliche Stürmer und Dränger oder der klassische Dichter in Denkerpose, wie ihn Anton Graff 1786 gemalt hat, oder der 1802 geadelte Hofmann, als den ihn ein anonymer Scherenschnitt zeigt? – Schiller hatte viele Facetten, und in dem Vortrag „Ein Bild von einem Mann“ (Christian Hofmann und Dr. Franziska Jenrich-Tran), der die diesjährige Veranstaltungsreihe am 26. März um 18 Uhr im Stadtbezirksamt Loschwitz eröffnet, werden Sie mehr darüber erfahren. Ab Ostern können Sie sich dann im Schillerhäuschen selbst ein Bild des Dichters in seinen Dresdner Jahren (1785-1787) machen – dank der Ehrenamtlichen, die in bewährter Weise wieder für die Öffnung des Museums an Wochenenden und Feiertagen bis Oktober sorgen.
Neu im Programm ist der Veranstaltungsort Bräustübel. Die wiedereröffnete Gaststätte am Körnerplatz hat in der ersten Etage einen gemütlichen Raum, der für kulturelle Zwecke geradezu prädestiniert ist. Hierher lädt der Schiller & Körner in Dresden e.V. zweimal ein: am 24. April um 18.30 Uhr zu einem offenen Dichterabend zum Thema Balladenwettstreit zwischen Goethe und Schiller, an dem auch die Gäste aufgefordert sind, sich zu beteiligen; und am 30. Oktober um 18.30 Uhr zu einer Lesung mit Johannes Wilkes aus seinem Buch „Kommissar Goethe. Schillers Schädel“, dessen irrwitzige Reise durch die literarische Welt der beiden Klassiker perfekt auf Halloween einstimmen wird.
"Schreibe mir bald wieder“ heißt es am 28. Mai um 18 Uhr im Stadtbezirksamt Loschwitz, wenn eine spektakuläre Neuerwerbung von Briefhandschriften Schillers und Körners für das Goethe- und Schiller-Archiv Weimar vorgestellt wird (Dr. Silke Henke, Jena/Weimar). Auch 2026 gibt es zwei Gemeinschaftveranstaltungen: Zum 100. Jubiläum der Goethe-Gesellschaft Dresden haben beide Vereine Prof. Dr. Dirk Oschmann aus Leipzig am 16. September um 18 Uhr nach Loschwitz eingeladen, der zu Goethes „Hermann und Dorothea“ referieren wird und dabei auch Schiller, Wilhelm von Humboldt und Christian Gottfried Körner zu Wort kommen lässt. Und am 24. Oktober um 17 Uhr wird das Leipziger Schillervereinstheater auf Einladung des Schiller & Körner in Dresden e.V. im Kügelgenhaus Christian Fürchtegott Gellert, einen zu Unrecht vergessenen Autor des 18. Jahrhunderts, mit Deklamationen und Spielszenen zum Leben erwecken.
Und nicht zuletzt werden zur Museumsnacht am 20. Juni und zum Elbhangfest am 27./28. Juni auch die Türen des Schillerhäuschens länger als sonst geöffnet sein und Besucher mit Wein vom Elbhang zu einem literarischen Programm im Garten des Museums eingeladen.
Den Veranstaltungsreigen beschließt am 10. November, dem 267. Schillergeburtstag, wie alljährlich seit 2020 ein Spaziergang auf Dichterspuren. Er beginnt um 14.30 Uhr am Schillerdenkmal am Jorge-Gomondai-Platz und führt auf den Spuren Schillers und seines Freundes und Mäzens Körner durch das Stadtzentrum.

Weitere Informationen: Jahresprogramm 2026 (PDF) siehe Veranstaltungen
Anmeldung erwünscht für Vorträge und Führungen beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden: 0351/4887272, service@museen-dresden.de