Zwei Jahre (1785-1787) verbrachte Friedrich Schiller in Dresden. Die Einladung seines Freundes und Förderers Christian Gottfried Körner ermöglichte ihm eine sorgenfreie, äußerst schaffensreiche Zeit. Mit dem „Lied an die Freude“, „Don Karlos“, dem „Geisterseher“ und den „Philosophischen Briefen“ entstanden hier wichtige Werke des Klassikers. Seit 2005 erinnert daran eine kleine Ausstellung im ehemaligen Weinberghäuschen Körners in Loschwitz, die dank vieler ehrenamtlicher Helfer von Ostern bis Oktober an den Wochenenden zugänglich ist.
Innenansicht um 1910
Der Verein
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Prof. Dr. Dirk Oschmann thematisiert in diesem Vortrag Vorstellungen des Deutschen und des Französischen in vergleichender Perspektive, aber auch postrevolutionäre Be- und Entschleunigungs-Diskurse – gewissermaßen auf den Spuren von „Goethes Entdeckung der Langsamkeit“ (so Manfred Osten im gleichnamigen Buch von 2013). Zu Wort kommen auch Friedrich Schiller, Wilhelm von Humboldt und Christian Gottfried Körner. Letztlich schlägt der Vortrag eine Brücke zu den Geschwindigkeits-, Bewegungs- und Dynamisierungs-Obsessionen unserer Gegenwart. Zum Referenten: Dirk Oschmann ist an der Universität Leipzig Professor für Neuere deutsche Literatur mit einem Schwerpunkt im 17./18. Jahrhundert. Er publizierte u. a. zu Lessing, Schiller, Kleist und Kafka. Sein Buch „Der Osten: eine westdeutsche Erfindung“ (2023) stand mehrere Monate auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. Veranstalter: Goethe-Gesellschaft Dresden und Schiller & Körner in Dresden e. V. Termin: Mittwoch, 16. September, 18.00 Uhr Ort: Stadtbezirksamt Loschwitz, Grundstraße 3, 01326 Dresden Eintritt frei, Spenden erwünscht
Zum Vortrag: 2024 gelang dem Weimarer Archiv ein spektakulärer Ankauf. Über das Auktionshaus Stargardt in Berlin wurden Briefe von Friedrich Schiller und Christian Gottfried Körner zum Kauf angeboten. Mit Unterstützung der Freundesgesellschaft des Goethe- und Schiller-Archivs konnte die Klassik Stiftung Weimar sieben Briefe von Schiller und fünf Briefe von Körner aus dem Zeitraum von Juli 1787 bis August 1797 erwerben. Die kostbaren Originalhandschriften bereichern den Nachlass Friedrich Schillers, der zu den Kernbeständen des Weimarer Archivs gehört. Frau Dr. Silke Henke wird diesen Nachlass und besonders die neuerworbenen Briefe in ihrem Vortrag in Wort und Bild vorstellen.
Zur Referentin: Silke Henke studierte deutsche Sprache und Literaturwissenschaft an der Universität Jena. Seit 1994 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Goethe- und Schiller-Archiv und seit 2008 Leiterin der Abteilung Medienbearbeitung und -nutzung. Ihre Forschungsschwerpunkte sind klassische deutsche Literatur, Editionsphilologie und Archivwissenschaft. Sie ist Mitherausgeberin der 2018 erschienenen historisch-kritischen Edition von Goethes „Faust“. Seit Ende 2024 ist sie im Ruhestand.
Sicher kennen Sie das Bräustübel am Körnerplatz. Aber waren Sie auch schon einmal in dem Kultur-Wohnzimmer, das dort im Obergeschoss seit 2025 einen kleinen, aber feinen Rahmen für künstlerische Veranstaltungen bietet? Dorthin lädt am Freitag, dem 24. April 2026, um 18.30 Uhr der Schiller & Körner in Dresden e.V. zu einem offenen Dichterabend zum Thema Balladen ein. Der Balladenwettstreit zwischen Goethe und Schiller im Jahre 1797 ist für die Mitglieder des Vereins der Anlass, bekannte und weniger bekannte Werke vorzustellen und sich in gemütlicher Runde darüber auszutauschen. Die Besucher sind ausdrücklich eingeladen, selbst eine Ballade mitzubringen und vorzutragen. Aber auch für den, der nur zuhören will, verspricht der Abend Vergnügen. Gehören Schillers Balladen doch zu den Werken, die ihn berühmter als alle anderen gemacht haben. Es wird sicherlich eine Wiederbegegnung mit dem „Handschuh“ oder der „Bürgschaft“ geben, aber auch heute unbekanntere Gedichte werden zu hören sein. Und natürlich dürfen Goethes Balladen nicht fehlen, der mit Schiller in diesem Genre wetteiferte. Dafür werden allein schon die Mitglieder der Goethe-Gesellschaft Dresden sorgen. Auch wenn Sie Balladen aus früherer oder späterer Zeit mehr lieben, können Sie sich gern beteiligen. Denn die deutsche Balladentradition reicht von Bürger über Fontane bis zu Brecht und in die Gegenwart. Wer nicht nur Hunger auf Literatur hat, für den stehen neben Hausgebrautem auch deftige Speisen im Bräustübel auf der Karte.
Termin: Freitag, 24. April 2026, um 18.30 Uhr Die Gaststätte öffnet bereits ab 18.00 Uhr. Ort: Bräustübel, Körnerplatz 3, 01326 Dresden Eintritt frei, Spenden erwünscht