Hallo und Willkommen

Zwei Jahre (1785-1787) verbrachte Friedrich Schiller in Dresden. Die Einladung seines Freundes und Förderers Christian Gottfried Körner ermöglichte ihm eine sorgenfreie, äußerst schaffensreiche Zeit. Mit dem „Lied an die Freude“, „Don Karlos“, dem „Geisterseher“ und den „Philosophischen  Briefen“ entstanden hier wichtige Werke des Klassikers. Seit 2005 erinnert daran eine kleine Ausstellung im ehemaligen Weinberghäuschen Körners in Loschwitz, die dank vieler ehrenamtlicher Helfer von Ostern bis Oktober an den Wochenenden zugänglich ist.

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Aktuelles

„Kommissar Goethe. Schillers Schädel“ – so hat Johannes Wilkes (Erlangen) seinen 2024 erschienenen Kriminalroman genannt. Daraus wird er am Abend des 30. Oktober 2026 im Bräustübel am Körnerplatz lesen.
Wenn draußen wieder die Herbststürme brausen, wird es im ersten Stock des Bräustübels gemütlich und mysteriös: Geheimnis und Verbrechen liegen in der Luft, wenn der Autor uns mitnimmt auf eine irrwitzige Reise durch die literarische Welt Goethes und Schillers.
„Die rasant, in 84 knappen Kapiteln schmissig erzählte Handlung spielt sich innerhalb weniger Tage Anfang Mai 1827 ab … Bei Betrachtung des Schädels seines Freundes macht Goethe eine verstörende Entdeckung: Ein Indiz scheint darauf hinzuweisen, dass Schiller ermordet wurde. Zumindest ist der Geheimrat fest davon überzeugt und macht sich sofort auf die Suche nach dem Täter. Geradezu verpflichtet fühlt er sich, dem Partner diesen letzten Freundschaftsdienst schuldig zu sein. Die sich daraus ergebenden Verwicklungen, die witzig und pointiert beschriebene Recherche erlaubt es Johannes Wilkes, ein detailliertes Panorama der Weimarer Gesellschaft zu zeichnen und unmerklich immense Kenntnisse der feudalen Verhältnisse am Hof Carl Augusts einfließen zu lassen“, so urteilte der Rezensent Andreas Rumler.
Bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil und lassen sich vor allem gut unterhalten vom Autor dieses humoristischen und zugleich geschichtsträchtigen Krimis. Zur Stärkung können Sie sich im Bräustübel mit Hausgebrautem und deftigen Speisen versorgen.

Termin: Freitag, 30. Oktober 2026, 18.30 Uhr
Ort:
Bräustübel, Körnerplatz 3, 01326 Dresden
Eintritt frei, Spenden erwünscht; die Gaststätte öffnet bereits 18 Uhr.

 

Am Samstag, dem 24. Oktober 2026, wird das Schillerhaustheater Leipzig wieder einmal im Kügelgenhaus zu Gast sein. Diesmal geht es nicht um Schiller, sondern um einen seiner Vorläufer, den Autor Christian Fürchtegott Gellert (1715-1769). Und die Schauspieler, die sein Leben und Werk in Spielszenen und Deklamationen vorstellen, gehen der Frage nach: Ist der populärste Dichter der deutschen Aufklärung ein „unsterblicher Autor“?
Christian Fürchtegott Gellert war zu seiner Zeit der beliebteste Schriftsteller Deutschlands und formte die deutsche Sprache entscheidend mit. Seine Schriften waren unglaublich populär und seine Vorlesungen an der Leipziger Universität legendär. Goethe bezeichnete seine Morallehre als das „Fundament der deutschen sittlichen Kultur“. Besonders seine Fabeln begeisterten die Leser, aber er verfasste auch Lustspiele, schrieb den ersten deutschen Roman und prägte den Briefstil für Generationen.
Lassen Sie sich überraschen, wie bewegend und aktuell Gellertsche Texte auch heute noch wirken!

Gemeinschaftsveranstaltung des Schillervereins Leipzig e.V. mit dem Schiller & Körner in Dresden e.V.

Termin: Sa, 24.10.26, 17 Uhr
Ort: Kügelgenhaus, Museum der Dresdner Romantik, Hauptstraße 13, 01097 Dresden
Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 8 Euro
Frei für Mitglieder der Schillervereine Leipzig und Dresden sowie für Ehrenamtliche des Schillerhäuschens

 

Prof. Dr. Dirk Oschmann thematisiert in diesem Vortrag Vorstellungen des Deutschen und des Französischen in vergleichender Perspektive, aber auch postrevolutionäre Be- und Entschleunigungs-Diskurse – gewissermaßen auf den Spuren von „Goethes Entdeckung der Langsamkeit“ (so Manfred Osten im gleichnamigen Buch von 2013). Zu Wort kommen auch Friedrich Schiller, Wilhelm von Humboldt und Christian Gottfried Körner. Letztlich schlägt der Vortrag eine Brücke zu den Geschwindigkeits-, Bewegungs- und Dynamisierungs-Obsessionen unserer Gegenwart.
Zum Referenten:
Dirk Oschmann ist an der Universität Leipzig Professor für Neuere deutsche Literatur mit einem Schwerpunkt im 17./18. Jahrhundert. Er publizierte u. a. zu Lessing, Schiller, Kleist und Kafka. Sein Buch „Der Osten: eine westdeutsche Erfindung“ (2023) stand mehrere Monate auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste.
Veranstalter: Goethe-Gesellschaft Dresden und Schiller & Körner in Dresden e. V.
Termin: Mittwoch, 16. September, 18.00 Uhr
Ort: Stadtbezirksamt Loschwitz, Grundstraße 3, 01326 Dresden
Eintritt frei, Spenden erwünscht